Wissen

Bundesweiter Warntag 10. September 2026: Ablauf, Sirenensignale und was du vorher prüfst

Am 10. September 2026 läuft die bundesweite Probewarnung. Der Ablauf, die beiden Sirenensignale und die Lücke, die viele für einen Handy-Fehler halten: Über Cell Broadcast wird aktuell keine Entwarnung versendet.

Lesezeit ca. 11 Min. · Aktualisiert: 4. Sep. 2026

Anzeige. Dieser Ratgeber enthält Links zu Händlern. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Wir testen keine Produkte selbst, die Auswahl beruht auf Produktmerkmalen und Recherche. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Am Donnerstag, dem 10. September 2026, wird es in Deutschland ab 11:00 Uhr laut. Bund, Länder und Kommunen erproben gemeinsam die Warninfrastruktur: Probewarnung um 11 Uhr, Entwarnung gegen 11:45 Uhr. Der Termin ist angekündigt, es passiert nichts, und trotzdem ist es der einzige Tag im Jahr, an dem du gefahrlos prüfen kannst, ob dich eine Warnung tatsächlich erreicht.

Diese Seite erklärt den Ablauf und benennt eine Lücke, an der viele Menschen am Warntag hängen bleiben: Über Cell Broadcast, also die Warnung direkt aufs Handy ohne App, wird derzeit keine Entwarnung versendet. Wer um 11:45 Uhr auf das zweite Signal auf dem Display wartet, wartet vergeblich, und hält das im Zweifel für einen Fehler seines Geräts.

Das Wichtigste in Kürze
  • Termin: 10. September 2026, Probewarnung ab 11:00 Uhr, Entwarnung gegen 11:45 Uhr. Träger sind Bund, Länder und Kommunen gemeinsam, beteiligt sind das BBK, die Innenministerien und die Katastrophenschutzbehörden.
  • Zwei Ziele nennt das BBK: die technische Warninfrastruktur einer Belastungsprobe unterziehen, und der Bevölkerung Wissen zum Thema Warnung vermitteln. Der zweite Teil ist der, für den du etwas tun kannst.
  • Über Cell Broadcast wird aktuell keine Entwarnung versendet. Das BBK schreibt dazu, die Möglichkeiten zu entwarnen würden gegenwärtig geprüft. Die Entwarnung kommt über Sirene, Radio und die Warn-Apps.
  • Die beiden Sirenensignale unterscheiden sich hörbar: eine Minute auf- und abschwellender Heulton bedeutet Warnung, eine Minute gleichbleibender Dauerton bedeutet Entwarnung.
  • Cell Broadcast braucht Android ab Version 11 oder iOS ab 16.1, ein eingeschaltetes Gerät, keinen Flugmodus und ein installiertes Betriebssystem-Update. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, bleibt das Display still.
  • Welche Kanäle deine Kommune erprobt, ist örtlich verschieden. Das BBK rät ausdrücklich, sich vorab zu erkundigen. Sirenen und Lautsprecherwagen gibt es nicht überall.
Offizielle Ankündigung
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Der bundesweite Warntag findet am 10. September 2026 statt. Die Probewarnung wird ab 11:00 Uhr ausgelöst, die Entwarnung folgt gegen 11:45 Uhr. Bund, Länder und Kommunen führen den Tag gemeinsam durch. Gewarnt wird über Cell Broadcast, Warn-Apps wie NINA, Radio und Fernsehen, digitale Stadtinformationstafeln sowie, je nach Kommune, über Sirenen oder Lautsprecherwagen. Das BBK weist darauf hin, Kinder, ältere Menschen und Geflüchtete auf die Probewarnung vorzubereiten und als Halterin oder Halter für die Haustiere vorzusorgen.

Quelle: bbk.bund.de, abgerufen am 04.09.2026

Was am 10. September genau passiert

Kurz: Um 11:00 Uhr läuft eine Probewarnung über alle angebundenen Kanäle gleichzeitig an. Auf dem Handy erscheint eine Meldung, Warn-Apps schlagen an, Radio und Fernsehen unterbrechen, digitale Stadtinformationstafeln zeigen den Hinweis, und wo es Sirenen gibt, heulen sie. Gegen 11:45 Uhr folgt die Entwarnung, allerdings nicht auf allen Wegen: Cell Broadcast ist dabei nicht dabei. Zwischen beiden Zeitpunkten musst du nichts tun.

Der Warntag ist kein Ereignis, das Betroffenheit erzeugen soll, sondern eine Belastungsprobe für Technik, die im Alltag ungenutzt bleibt. Genau das ist der Grund, warum er stattfindet: Eine Warnkette, die nur im Ernstfall benutzt wird, wird auch erst im Ernstfall auffällig, wenn sie irgendwo unterbrochen ist. Das gilt für die Behördenseite genauso wie für dein Wohnzimmer. Ein Radio mit leeren Batterien fällt an einem Donnerstagvormittag im September nicht weiter auf. Im echten Ausfall fällt es sehr auf.

Zeitleiste des bundesweiten Warntags am 10. September 2026 Um 11:00 Uhr läuft die Probewarnung über Cell Broadcast, Warn-Apps, Radio und Fernsehen sowie Sirenen. Gegen 11:45 Uhr folgt die Entwarnung über Warn-Apps, Radio und Fernsehen sowie Sirenen als Dauerton. Über Cell Broadcast wird aktuell keine Entwarnung versendet. Warntag 10.09.2026: welcher Kanal wann sendet Probewarnung ab 11:00 Uhr, Entwarnung gegen 11:45 Uhr. Sirenen nur dort, wo die Kommune welche betreibt. 11:00 Uhr Probewarnung 11:45 Uhr Entwarnung Cell Broadcast Meldung direkt aufs Handy wird gesendet kommt nicht Warn-Apps zum Beispiel NINA wird gesendet wird gesendet Radio und Fernsehen läuft auch ohne Mobilfunk wird gesendet wird gesendet Sirenen je nach Kommune Heulton, eine Minute Dauerton, eine Minute Die einzige Lücke steht rechts oben: Über Cell Broadcast wird aktuell keine Entwarnung versendet.
Abb.: Ablauf des Warntags am 10. September 2026 nach Angaben des BBK. Die Entwarnung erreicht dich über Sirene, Radio und Warn-App, nicht über Cell Broadcast.

Ob in deinem Ort tatsächlich eine Sirene zu hören ist, entscheidet die Kommune. Das BBK rät deshalb ausdrücklich, sich vorab zu erkundigen, auf welchen Wegen die eigene Kommune die Warnkanäle erprobt. Diese Information steht üblicherweise auf der Website der Stadt oder des Landkreises, häufig in den Tagen unmittelbar vor dem Warntag. Der Weg dorthin dauert fünf Minuten und beantwortet die Frage, die sonst am Donnerstag um 11:02 Uhr offen bleibt: War hier gerade nichts, oder habe ich nichts mitbekommen?

Klär vorher, was deine Kommune überhaupt erprobt: Sirenen und Lautsprecherwagen gibt es nicht flächendeckend. Das ist keine Vermutung, das BBK schreibt es selbst: Sirenen und der dadurch erreichte Weckeffekt sind in Deutschland nicht flächendeckend vorhanden, und ob eine Kommune Sirenen vorhält, entscheidet sie eigenverantwortlich. Suche auf der Seite deiner Stadt oder deines Landkreises nach dem Stichwort Warntag und notiere dir, was angekündigt ist. Erst dann ist dein eigener Test aussagekräftig. Ohne diese Info misst du im Zweifel die Ausstattung deiner Gemeinde und hältst das Ergebnis für einen Fehler deines Handys.

Über welche Wege die Warnung kommt

Kurz: Das BBK nennt fünf Wege: Cell Broadcast, Warn-Apps wie NINA, Radio und Fernsehen, digitale Stadtinformationstafeln und, je nach Kommune, Sirenen oder Lautsprecherwagen. Sie unterscheiden sich darin, was sie voraussetzen. Cell Broadcast und Warn-Apps brauchen ein funktionierendes Mobilfunknetz, Radio braucht nur einen Empfänger mit Strom oder Batterien. Deshalb sind mehrere Wege nebeneinander keine Doppelung, sondern das eigentliche Prinzip.
Cell Broadcast

Ein Mobilfunkdienst, der Warnnachrichten direkt aufs Handy schickt. Ohne App, ohne Anmeldung, ohne dass jemand deine Nummer kennt. Voraussetzung ist ein eingeschaltetes Gerät im Netz, kein Flugmodus und ein hinreichend aktuelles Betriebssystem.

Warn-Apps wie NINA

Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes. Sie liefert im Unterschied zu Cell Broadcast auch die Entwarnung, dazu Hintergrundinformationen und Verhaltenshinweise. Dafür muss sie installiert sein und Benachrichtigungen senden dürfen.

Radio und Fernsehen

Der Weg, der am wenigsten voraussetzt. Ein batteriebetriebenes Radio hängt weder am Mobilfunknetz noch am Stromnetz und bleibt deshalb erreichbar, wenn beides ausfällt. Am Warntag ist es zugleich der einfachste Gegentest für alle anderen Kanäle.

Sirenen und Stadttafeln

Digitale Stadtinformationstafeln zeigen den Hinweis im öffentlichen Raum. Sirenen und Lautsprecherwagen setzt jede Kommune selbst ein, deshalb ist der Unterschied von Ort zu Ort groß. Eine Sirene erreicht dich im Unterschied zu allen anderen Kanälen auch dann, wenn kein Gerät eingeschaltet ist.

Prüf die vier Voraussetzungen für Cell Broadcast, bevor du dich über ein stilles Handy wunderst: Das BBK nennt sie konkret. Erstens Android ab Version 11 oder iOS ab Version 16.1. Zweitens ein eingeschaltetes Gerät. Drittens kein Flugmodus. Viertens ein installiertes Betriebssystem-Update, denn die Funktion kam bei vielen Geräten erst mit einem Update dazu. Wo du das findest, steht bei Android in den Einstellungen unter Sicherheit und Notfall, je nach Hersteller etwas anders benannt, bei iOS in den Einstellungen unter Mitteilungen ganz unten bei den amtlichen Warnungen. Ältere Geräte unterhalb dieser Versionen bekommen die Meldung nicht, und daran ändert auch die beste Einstellung nichts. Für sie ist die Warn-App oder das Radio der Weg.

Die Sirenensignale, und warum die Entwarnung anders klingt

Kurz: Eine Minute auf- und abschwellender Heulton bedeutet Warnung: Information suchen, Radio einschalten, Fenster und Türen schließen. Eine Minute gleichbleibender Dauerton bedeutet Entwarnung. Die beiden Signale sind bewusst so verschieden, dass man sie auch aus dem Halbschlaf auseinanderhält. Wer sie nicht kennt, hört am Warntag zweimal dasselbe Geräusch.
SignalKlangDauerBedeutung
Warnungauf- und abschwellender Heultoneine MinuteGefahr. Radio einschalten, auf Durchsagen achten, Nachbarn informieren.
Entwarnunggleichbleibender Ton, meist Dauerton genannt, beim BBK gleichbleibender Heultoneine MinuteDie Gefahr ist vorbei. Am 10. September gegen 11:45 Uhr.
Nicht jedes Sirenensignal gehört zum Warntag

Das BBK weist darauf hin, dass die Kommunen als Betreiber der Sirenennetze für andere Ereignisse eigene, zusätzliche Signale verwenden. Der Feuerwehr-Alarm ist der häufigste davon. Wenn du also ein drittes Muster hörst, das weder zur Warnung noch zur Entwarnung passt, ist das kein Fehler, sondern in aller Regel ein örtliches Signal. Was in deinem Ort gilt, steht bei der Feuerwehr oder im Katastrophenschutz-Bereich der Kommune.

Auf dem Handy kommt keine Entwarnung an, und das ist kein Fehler deines Geräts. Das BBK schreibt dazu wörtlich: „Über Cell Broadcast wird aktuell keine Entwarnung versendet. Die Möglichkeiten zu entwarnen werden gegenwärtig geprüft." Praktisch heißt das: Um 11:00 Uhr vibriert dein Handy, um 11:45 Uhr bleibt es still. Wer das nicht weiß, sucht anschließend eine halbe Stunde in den Einstellungen nach dem Fehler oder hält die Lage für nicht beendet. Die Entwarnung erreicht dich über die Sirene mit dem Dauerton, über Radio und Fernsehen und über die Warn-Apps. Genau deshalb ist ein zweiter Kanal neben Cell Broadcast keine Bequemlichkeit, sondern der Teil, der die Information vollständig macht.

Diese Lücke hat noch eine zweite Folge, die über den Warntag hinausreicht. Cell Broadcast ist der Kanal, der ohne Zutun funktioniert, und deshalb für viele Menschen der einzige. Wer sich allein darauf verlässt, bekommt im Ernstfall die Warnung, aber nicht die Nachricht, dass es vorbei ist. Eine installierte Warn-App oder ein eingeschaltetes Radio schließt diese Lücke ohne Kosten. Was ein netzunabhängiges Gerät leisten muss, wenn Strom und Mobilfunk gleichzeitig weg sind, steht im Kurbelradio-Ratgeber.

Was der Warntag dir zeigt
  • Ob Cell Broadcast auf deinem Gerät ankommt
  • Ob deine Warn-App Benachrichtigungen durchlässt
  • Ob du eine Sirene in deiner Wohnung hörst, bei geschlossenem Fenster
  • Ob dein Radio anspringt und ob die Batterien noch taugen
  • Wie deine Kinder und älteren Angehörigen auf das Signal reagieren
Was er nicht zeigt
  • Ob die Entwarnung aufs Handy kommt, denn über Cell Broadcast kommt sie nicht
  • Ob dein Handy im echten Ausfall noch Netz hätte
  • Ob die Sirene auch nachts jemanden weckt, der schläft
  • Wie lange dein Vorrat reicht, das beantwortet nur ein Blick in den Schrank

Was du vor dem 10. September prüfst

Kurz: Zehn Minuten am Vorabend reichen. Handy-Einstellungen für amtliche Warnungen kontrollieren, Warn-App installieren und Benachrichtigungen erlauben, ein Radio mit frischen Batterien bereitlegen, auf der Seite der Kommune nachsehen, was erprobt wird, und den Menschen im Haushalt sagen, was um 11 Uhr passiert. Für Haustiere gilt dasselbe wie an Silvester: nicht allein lassen, Rückzugsort anbieten.
Vorbereitung auf den Warntag am 10. September 2026
  • Betriebssystem prüfen: Android ab Version 11 oder iOS ab 16.1, und ausstehende Updates installieren.
  • In den Einstellungen nachsehen, ob amtliche Warnmeldungen aktiviert sind. Bei Android unter Sicherheit und Notfall, bei iOS unter Mitteilungen ganz unten.
  • Warn-App NINA installieren, Benachrichtigungen erlauben und den eigenen Ort als Abo hinterlegen. Sie liefert auch die Entwarnung, die per Cell Broadcast nicht kommt.
  • Handy am 10. September eingeschaltet lassen und nicht im Flugmodus. Auch das Zweitgerät und das Handy der Eltern.
  • Radio bereitlegen und einschalten. Batterien vorher prüfen, alte Batterien im Fach laufen mit den Jahren aus.
  • Frequenz des regionalen Senders und des Warnprogramms deines Bundeslandes auf Papier notieren.
  • Auf der Website der Stadt oder des Landkreises nachlesen, welche Kanäle vor Ort erprobt werden.
  • Kindern vorher erklären, was um 11 Uhr passiert und dass es eine Übung ist. Das BBK nennt diesen Punkt ausdrücklich.
  • Ältere Angehörige und Menschen mit geringen Deutschkenntnissen ansprechen, besonders wenn sie in der Nachbarschaft allein wohnen.
  • Haustiere nicht allein lassen. Sirene und Alarmton sind laut, ein ruhiger Rückzugsort im Innenraum hilft.
  • Um 11:45 Uhr auf die Entwarnung achten, aber nicht auf dem Handy. Sirene, Radio oder App.
  • Anschließend an der Umfrage teilnehmen unter www.warntag-umfrage.de. Sie wird am 10. September um 11 Uhr live geschaltet und läuft bis zum 17. September.

Die Umfrage ist der Teil, der oft übersehen wird, und der einzige Rückkanal, den es gibt. Aus den Antworten entsteht das Bild davon, welcher Kanal wo angekommen ist. Wer eine halbe Minute investiert, meldet nicht nur einen Ausfall, sondern auch den Normalfall, und beides zusammen ergibt erst eine belastbare Auswertung.

Der Warntag ist der Vorrats-Check des Jahres

Kurz: Ein fester Termin im Kalender ist der zuverlässigste Auslöser für eine Aufgabe, die sonst niemand von sich aus anfängt. Nutze die 45 Minuten zwischen Probewarnung und Entwarnung für einen Blick in den Vorratsschrank. Das BBK empfiehlt Lebensmittel und Getränke für 10 Tage pro Person, davon 20 Liter Getränke und rund 2.200 Kilokalorien pro Person und Tag.
10 Tage
Vorrat pro Person, BBK-Empfehlung
20 Liter
Getränke pro Person für diese 10 Tage
2.200 kcal
pro Person und Tag aus lagerfähigen Lebensmitteln

Der Warntag prüft die Kette bis zu deinem Ohr. Was danach kommt, prüft er nicht. Eine Warnung nützt wenig, wenn im Anschluss weder Wasser noch Licht im Haus ist. Deshalb lohnt es sich, den Termin zu koppeln: erst hören, ob die Warnung ankommt, dann nachsehen, ob der Vorrat trägt. Die vollständigen Mengen stehen in der Notvorrat-Liste des Bundesamtes, und für deinen konkreten Haushalt rechnet der Notvorrat-Rechner die Mengen nach Personenzahl und Tagen aus. Wo du bei einem längeren Ausfall an Wasser kommst, zeigen die Notbrunnen-Karte und die Trinkwasserquellen in deiner Stadt.

Beim Strom gilt dieselbe Reihenfolge: erst klären, was überhaupt weiterlaufen soll, dann die Größe wählen. Ein Radio braucht eine Handvoll Watt, ein Kühlschrank deutlich mehr, eine Heizungsanlage liegt dazwischen. Welche Größe für welchen Bedarf reicht, steht im Powerstation-Ratgeber, die Modelle des Herstellers bei Anker SOLIX *. Für einen Warntag brauchst du davon nichts. Für die Woche danach, in der du dich fragst, was eigentlich gewesen wäre, ist es die naheliegende zweite Aufgabe.

Anzeige
Die zwei Geräte, die am Warntag auffallen

Am Warntag fällt fast immer dasselbe auf: Das Radio ist irgendwo im Keller, und die Batterien darin sind Jahre alt. Beides sind Kleinteile, für die kein Fachhändler nötig ist. Wir verlinken auf gefilterte Suchergebnisse statt auf ein einzelnes Modell, weil wir nicht testen und sich Angebote laufend ändern. Achte beim Radio auf DAB+ und UKW, damit du nicht auf ein einzelnes Empfangsverfahren angewiesen bist. Bei der Taschenlampe auf ein Batteriemodell mit gängiger Zellengröße, die du nachkaufen kannst.

Trag dir den Folgetermin gleich mit ein: Der Warntag eignet sich als jährlicher Ankerpunkt, weil er von außen kommt und nicht vergessen wird. Setz dir für den 10. September einen Kalendereintrag mit drei Punkten: Warnkanäle prüfen, Batterien tauschen, Vorrat durchsehen. Wer die Aufgabe an einen festen Termin hängt, erledigt sie einmal im Jahr. Wer sie sich vornimmt, wenn gerade Zeit ist, erledigt sie nie.

Passend dazu: Was in den ersten Stunden eines echten Ausfalls ansteht, in welcher Reihenfolge und mit welchen Geräten, steht im Ratgeber Stromausfall: Was tun. Wie du die Wohnung ohne Netzstrom warm hältst, klärt Heizen ohne Strom.

Häufige Fragen

Wann ist der bundesweite Warntag 2026?
Am 10. September 2026. Die Probewarnung wird ab 11:00 Uhr ausgelöst, die Entwarnung folgt gegen 11:45 Uhr. Durchgeführt wird der Tag von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam, beteiligt sind das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, die Innenministerien und die Katastrophenschutzbehörden. Laut BBK verfolgt der Warntag zwei Ziele: die technische Warninfrastruktur einer Belastungsprobe zu unterziehen und der Bevölkerung Wissen zum Thema Warnung zu vermitteln.
Was bedeuten die Sirenensignale am Warntag?
Ein eine Minute lang auf- und abschwellender Heulton bedeutet Warnung. Er ist das Signal, bei dem du Radio einschalten und auf Durchsagen achten solltest. Ein eine Minute lang gleichbleibender Dauerton bedeutet Entwarnung. Am 10. September 2026 kommt der Heulton ab 11:00 Uhr, der Dauerton gegen 11:45 Uhr. Ob in deinem Ort überhaupt Sirenen laufen, entscheidet die Kommune. Das BBK rät, sich vorab zu erkundigen, auf welchen Wegen die eigene Kommune die Warnkanäle erprobt.
Kommt die Entwarnung auch per Cell Broadcast?
Nein. Das BBK schreibt dazu wörtlich: „Über Cell Broadcast wird aktuell keine Entwarnung versendet. Die Möglichkeiten zu entwarnen werden gegenwärtig geprüft." Praktisch heißt das: Um 11:00 Uhr erscheint eine Meldung auf dem Handy, um 11:45 Uhr bleibt das Display still. Das ist kein Fehler deines Geräts. Die Entwarnung erreicht dich über die Sirene mit dem Dauerton, über Radio und Fernsehen und über die Warn-Apps.
Warum habe ich keine Warnung aufs Handy bekommen?
Cell Broadcast setzt laut BBK vier Dinge voraus: Android ab Version 11 oder iOS ab Version 16.1, ein eingeschaltetes Gerät, keinen Flugmodus und ein installiertes Betriebssystem-Update. Fehlt eines davon, kommt keine Meldung an. Bei Android findest du die Einstellung unter Sicherheit und Notfall, je nach Hersteller etwas anders benannt, bei iOS unter Mitteilungen ganz unten bei den amtlichen Warnungen. Geräte unterhalb dieser Versionen bekommen die Meldung nicht, dort helfen nur eine Warn-App oder das Radio.
Was ist NINA?
NINA ist die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes. Sie ist einer der Kanäle, über die das BBK am Warntag warnt, neben Cell Broadcast, Radio und Fernsehen, digitalen Stadtinformationstafeln und, je nach Kommune, Sirenen oder Lautsprecherwagen. Anders als Cell Broadcast liefert eine Warn-App auch die Entwarnung. Dafür muss sie installiert sein und Benachrichtigungen senden dürfen.
Muss ich am Warntag etwas tun?
Handeln musst du nicht, es ist eine Übung. Sinnvoll ist trotzdem etwas Vorbereitung: Handy eingeschaltet lassen und nicht im Flugmodus, Warn-App installieren, ein Radio mit frischen Batterien bereitlegen und auf der Website der Kommune nachlesen, welche Kanäle vor Ort erprobt werden. Das BBK weist ausdrücklich darauf hin, Kinder, ältere Menschen und Geflüchtete auf die Probewarnung vorzubereiten und als Halterin oder Halter für die Haustiere vorzusorgen. Nach der Warnung gibt es eine Umfrage unter www.warntag-umfrage.de, die am 10. September um 11 Uhr live geschaltet wird und bis zum 17. September läuft.
Was hat der Warntag mit meinem Notvorrat zu tun?
Er ist ein fester Termin im Jahr, an dem die eigene Vorsorge ohnehin zur Sprache kommt. Das BBK empfiehlt Lebensmittel und Getränke für 10 Tage pro Person, darunter 20 Liter Getränke und rund 2.200 Kilokalorien pro Person und Tag. Der Warntag prüft die Warnkette bis zu deinem Ohr, nicht den Schrank dahinter. Beides an einen Termin zu hängen, ist der einfachste Weg, es einmal im Jahr wirklich zu erledigen.

Notfall-Infrastruktur in deiner Stadt finden

Trinkwasserquellen, Notdienst-Apotheken, Krankenhäuser und Notbrunnen mit Karte für deine Stadt.