Kaufberatung

Notstromaggregat: Kaufberatung für Privathaushalte 2026

Leistung richtig berechnen, Kraftstoff legal lagern, sicher anschließen. Die drei Fragen, an denen die meisten Fehlkäufe hängen.

Lesezeit ca. 11 Min. · Aktualisiert: 31. Jul. 2026
Tragbarer Inverter-Generator auf einer Terrasse vor einem Wohnhaus, Kabel führt zur Haustür

Anzeige. Dieser Ratgeber enthält Links zu Händlern. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Wir testen keine Produkte selbst, die Auswahl beruht auf Produktmerkmalen und Recherche.

Ein Notstromaggregat ist die Anschaffung, bei der die meisten Fehlkäufe passieren. Nicht weil die Geräte schlecht wären, sondern weil drei Fragen vor dem Kauf nicht beantwortet werden: Wie viel Leistung brauche ich wirklich, wie viel Kraftstoff darf ich überhaupt lagern, und wie schließe ich das Ding an, ohne jemanden zu gefährden.

Diese Kaufberatung beantwortet genau diese drei Fragen. Sie ist für Privathaushalte geschrieben, nicht für Fachbetriebe. Wenn du nach dem Lesen zu dem Schluss kommst, dass ein Verbrennungsaggregat für deine Wohnsituation gar nicht passt, hat die Seite ihren Zweck erfüllt. Für die Akku-Alternative gibt es die Kaufberatung Powerstation, für das Verhalten im Ernstfall den Ratgeber Stromausfall: Was tun.

Das Wichtigste in Kürze
  • Grundversorgung für Kühlschrank, Gefriertruhe, Heizungspumpe und Licht liegt bei etwa 2 bis 3 kW Dauerleistung. Ein ganzes Einfamilienhaus braucht 5 bis 10 kW.
  • Dauerleistung ist nicht Spitzenleistung. Anzeigen nennen oft die Spitze. Der Unterschied liegt typischerweise bei rund 20 Prozent.
  • Motoren ziehen beim Anlauf ein Vielfaches. Als Planungsregel: das Gerät mit dem größten Anlaufstrom mal drei rechnen.
  • Reiner Sinus ist für Elektronik Pflicht. Gasthermen zünden bei verzerrter Spannung oft nicht, obwohl das Aggregat stark genug wäre.
  • Der Kraftstoff begrenzt dich, nicht der Motor. In einer Kleingarage sind meist nur 20 Liter Benzin erlaubt, das sind je nach Verbrauch 10 bis 40 Betriebsstunden.
  • Betrieb ausschließlich im Freien. Garage, Keller und Carport sind lebensgefährlich, auch bei offenem Tor.
  • Niemals in eine Haussteckdose einspeisen. Das ist unzulässig und kann Menschen im Netz töten.

Brauchst du überhaupt ein Notstromaggregat?

Kurz: In Deutschland dauern Stromausfälle meist Minuten. Ein Aggregat lohnt sich, wenn du im Haus mit eigener Heizungsanlage wohnst, auf Kühlung angewiesen bist oder in einer Region mit häufigen wetterbedingten Ausfällen lebst. In einer Etagenwohnung ohne Außenbereich ist ein Verbrennungsaggregat praktisch nicht sicher zu betreiben, dort ist eine Powerstation die einzige sinnvolle Option.

Die ehrliche Vorabprüfung besteht aus drei Fragen:

Habe ich einen Aufstellort im Freien? Nicht Garage, nicht Carport, nicht Balkon im Mehrfamilienhaus. Wenn nein, scheidet ein Verbrennungsmotor aus.
Was muss im Ernstfall wirklich laufen? Wer nur Licht, Router und Handy braucht, kommt mit einer Powerstation leiser, wartungsfrei und ohne Kraftstofflager davon.
Darf ich genug Kraftstoff lagern? Ohne Vorrat läuft das Gerät nur, solange der Tank reicht. Die zulässige Lagermenge ist der eigentliche Flaschenhals, nicht die Motorleistung.

Die vier Gerätetypen und wofür sie taugen

TypStärkeSchwächePasst für
Konventioneller GeneratorViel Dauerleistung fürs GeldLaut, verzerrte Spannung (Klirrfaktor oft 5 bis 25 Prozent)Werkzeug, Pumpen, Heizlüfter
Inverter-GeneratorLeise, sparsam, saubere Spannung (typisch unter 3 Prozent)Teurer pro Watt, meist kleinere LeistungenElektronik, Heizung, Kühlgeräte
Powerstation (Akku)Kein Lärm, keine Abgase, auch drinnen nutzbar, solarfähigBegrenzter Energievorrat, muss nachgeladen werdenWohnung, kurze Ausfälle, Elektronik
Feste Einspeisung ins HausnetzGanzes Haus versorgt, komfortabelNur vom Elektrofachbetrieb, Umschalteinrichtung nötigEinfamilienhaus, Dauerlösung

Für die meisten Privathaushalte läuft es auf Inverter-Generator oder Powerstation hinaus. Der konventionelle Generator ist günstig pro Watt, aber seine verzerrte Ausgangsspannung macht ihn für genau die Geräte problematisch, wegen denen man ihn kauft: Heizungssteuerung, Router, moderne Kühlgeräte.

Wie viel Leistung du wirklich brauchst

Der häufigste Fehler: Auf dem Karton steht die Spitzenleistung, dauerhaft liefert das Gerät weniger. Bei gängigen Inverter-Modellen liegen zwischen Maximal- und Dauerleistung rund 20 Prozent. Rechne immer mit der Dauerleistung.

Was deine Geräte ziehen

GerätDauerleistungAnlaufstrom?
Kühlschrank80 bis 150 W im Kompressorlaufja, kurzzeitig deutlich höher
Gefriertruhevergleichbar Kühlschrankja
Heizungspumpe, Hocheffizienzunter 20 Wkurze Spitze
Heizungspumpe, älter/ungeregelt30 bis 80 W, Altbestand bis 140 Wja
Gasbrennwerttherme komplett30 bis 100 W modern, 150 bis 300 W ältere Anlageüber die Pumpe
Router10 bis 15 Wnein
LED-Licht, drei Räumeetwa 60 Wnein
Laptopetwa 80 Wnein
Wasserkocheretwa 2.000 Wnein

Die Werte streuen je nach Gerät erheblich. Verbindlich ist immer das Typenschild deines eigenen Geräts. Wer es genau wissen will, misst mit einer Energiemesssteckdose nach.

Der Rechenweg

1. Liste nur, was gleichzeitig laufen soll. Nicht alles, was du besitzt.
2. Addiere die Dauerleistungen. Vom Typenschild, nicht geschätzt.
3. Finde das Gerät mit dem größten Anlaufstrom und rechne dessen Nennleistung mal drei. Dazu die Dauerlast der übrigen Geräte. Das ergibt die nötige Spitzenleistung.
4. Schlage 20 bis 30 Prozent Reserve auf die Dauerleistung.
5. Bei knapper Auslegung: Geräte nacheinander zuschalten, das mit dem höchsten Anlaufstrom zuerst.

Klassen für die Kaufentscheidung

KlasseDauerleistungDeckt ab
Minimalversorgung1,0 bis 1,5 kWLicht, Router, Handy, Laptop, zeitweise Kühlschrank
Grundversorgung2 bis 3 kWKühlschrank, Gefriertruhe, Heizungspumpe, Licht, Kommunikation mit Anlaufreserve
Komfort inklusive Kochen4 bis 6 kWzusätzlich Wasserkocher, Kochplatte, kleinere Maschinen
Ganzes Einfamilienhaus5 bis 10 kWpauschale Hausversorgung, meist stationär

Reiner Sinus und der Heizungs-Fall

Der Klirrfaktor, kurz THD, beschreibt, wie stark die Ausgangsspannung von der sauberen Sinuskurve des öffentlichen Netzes abweicht. Inverter-Geräte liegen typischerweise unter 3 Prozent, konventionelle Generatoren bei 5 bis 25 Prozent.

Warum das über Erfolg oder Misserfolg entscheidet: Die Flammenüberwachung einer Gastherme wertet ein winziges elektrisches Signal aus. Verzerrte Spannung kann dieses Signal stören. Das Ergebnis kennen viele aus der Praxis: Die Therme schaltet ein, der Brenner zündet aber nicht, obwohl das Aggregat mehr als genug Watt liefert. Dasselbe gilt für Router, Laptop-Netzteile und moderne Kühlgeräte mit Inverter-Kompressor. Ein sichtbares Warnzeichen sind flackernde LED-Lampen im Ersatzstrombetrieb.

Zwei Einschränkungen, damit hier nichts falsch hängen bleibt: Auch ein Inverter kann Spannungsspitzen erzeugen, und das Wort „Inverter" auf der Verpackung ist keine Garantie für einen niedrigen Klirrfaktor. Der Wert steht im Datenblatt. Steht er dort nicht, frag beim Hersteller nach.

Kraftstoff: was du legal lagern darfst

Das ist der Punkt, an dem die meisten Kaufberatungen aufhören, und gleichzeitig der, der über die tatsächliche Ausdauer deines Aggregats entscheidet.

Die Lagermenge ist Landesrecht. Verbindlich ist die Garagen- beziehungsweise Sonderbauverordnung deines Bundeslandes. Die folgenden Werte sind der bundesweit übliche Rahmen, keine Zusicherung. Im Zweifel fragst du bei der örtlichen Bauaufsicht oder Feuerwehr nach.
OrtÜbliche Obergrenze
Kleingarage bis 100 m²bis 20 Liter Benzin, bis 200 Liter Diesel, in dicht verschlossenen bruchsicheren Behältern
Tiefgarage, Mittel- und GroßgaragenAufbewahrung außerhalb von Fahrzeugen grundsätzlich unzulässig
Wohnungetwa 1 Liter
Kelleretwa 20 Liter für den gesamten Kellerbereich, nicht je Abteil
Dachboden, Treppenhaus, Hausflurunzulässig

Erlaubt sind ausschließlich zugelassene Kraftstoffkanister mit Zulassungskennzeichen. Kunststoffkanister ersetzt man nach rund zehn Jahren, Metallkanister prüft man auf Rost. Haushaltsübliche Kannen oder Eimer sind unzulässig.

Die Rechnung, die kaum jemand aufmacht: Wer legal 20 Liter Benzin in der Kleingarage lagert, hat bei einem Verbrauch von 0,5 bis 2 Litern pro Stunde nur rund 10 bis 40 Betriebsstunden. Das ist das eigentliche Argument für Diesel, Gas oder eine Powerstation. Nicht die Motorleistung entscheidet über die Ausdauer, sondern dein zulässiger Vorrat.

Dazu kommt die Haltbarkeit: Benzin altert im Kanister deutlich schneller als Diesel. Wer einen Vorrat hält, muss ihn rotieren, also regelmäßig verbrauchen und neu befüllen. Gas ist in dieser Hinsicht am unkompliziertesten.

Sicherheit: die zwei Fehler, die Menschen töten

Kohlenmonoxid

Betrieb ausschließlich im Freien. Verbrennungsmotoren erzeugen Kohlenmonoxid, unabhängig vom Kraftstoff. CO ist farblos, geruchlos und geschmacklos, du bemerkst es ohne Messgerät nicht. Garage, Keller, Carport, Schuppen, Gartenlaube und Hausflur sind tabu. Geöffnete Fenster, ein offenes Garagentor oder Ventilatoren reichen nachweislich nicht. Der Deutsche Feuerwehrverband vergleicht die Gefahr mit einem Holzkohlegrill in Innenräumen.

Abgasschläuche als Bastellösung sind gefährlich, weil Vibration sie lösen kann und eine Verstopfung zum Rückstau führt. Stell das Gerät so auf, dass Abgase nicht über Fenster, Türen, Lüftungsöffnungen oder Lichtschächte ins Haus ziehen können. Ein batteriebetriebener CO-Melder in den nächstgelegenen Räumen ist sinnvoll. Rauchmelder erkennen Kohlenmonoxid nicht.

Rückspeisung ins Hausnetz

Niemals ein beidseitig mit Steckern bestücktes Kabel in eine Haussteckdose stecken. Der erzeugte Strom gelangt über den Hausanschluss ins öffentliche Netz und wird dort hochtransformiert. Er kann Mitarbeiter des Netzbetreibers töten, die die Leitung für spannungsfrei halten. Zusätzlich zerstört die zurückkehrende Netzspannung dein Aggregat.

Zulässig ist ausschließlich eine Umschalteinrichtung mit sicherer Netztrennung, ausgeführt nach DIN VDE V 0100-551-2. Alles, was fest mit der Hausinstallation verbunden wird, gehört in die Hände eines Elektrofachbetriebs, der im Installateurverzeichnis deines Netzbetreibers eingetragen ist. Als Laie darfst du das Gerät im Freien aufstellen und einzelne Verbraucher über eine Kabeltrommel anschließen. Mehr nicht.

Erdung und FI-Schalter, richtig erklärt

Hier steht in vielen Ratgebern schlicht Falsches. Es gibt nicht die eine richtige Antwort, denn sie hängt davon ab, wie dein Generator aufgebaut ist. Maßgeblich ist immer die Betriebsanleitung.

Schutztrennung

Viele kleine mobile Aggregate arbeiten wie ein Trenntrafo und sind bewusst nicht geerdet. Ein Erdspieß ist dann nicht erforderlich, und ein nachgerüsteter FI wirkt nicht. Die Schutzwirkung entfällt sogar, wenn du eigenmächtig erdest.

Generator mit FI

Damit ein FI auslösen kann, muss der Sternpunkt geerdet und das Gehäuse an Erdpotential sein. Im erdfreien Inselbetrieb ist ein FI wirkungslos.

Isolationsüberwachung

Manche tragbaren Erzeuger prüfen die Isolation über eine Prüftaste. Ein Erdspieß ist dort nicht vorgesehen.

„Erdspieß rein und alles ist sicher" ist falsch. Erst die Betriebsanleitung lesen, dann die passende Schutzmaßnahme wählen. Ausführung und Prüfung gehören zur Elektrofachkraft.

Für Gasheizungen ist dieser Punkt entscheidend: Mindestens ein großer Hersteller verlangt für den Netzersatzbetrieb ein Aggregat mit geerdetem Sternpunkt, also ohne Schutztrennung. Genau daran scheitern viele Selbstversuche. Die Therme geht an, der Brenner zündet nicht. Wer sein Aggregat für die Heizung kauft, klärt das vor dem Kauf mit dem Heizungshersteller.

Wartung, damit das Gerät nach Jahren anspringt

Ein Notstromaggregat ist eine Versicherung, die nur funktioniert, wenn sie gewartet wird. Der häufigste Grund für Totalausfall im Ernstfall ist gealterter Kraftstoff im Vergaser.

Probelauf in regelmäßigen Abständen, unter Last, nicht nur im Leerlauf. Notiere das Datum am Gerät.
Kraftstoff rotieren. Benzin altert schnell. Vor längerer Standzeit den Vergaser leerfahren oder einen Kraftstoffstabilisator einsetzen.
Öl und Filter nach Herstellervorgabe wechseln, auch wenn die Betriebsstunden niedrig sind.
Starterbatterie prüfen, falls vorhanden. Sie ist oft das erste, was stirbt.
Powerstation: nicht dauerhaft voll oder leer lagern, regelmäßig nachladen.

Recht: Anmeldung, Lärm, Mietwohnung

Für ein mobiles Aggregat, das du gelegentlich im Freien betreibst, brauchst du in der Regel keine Genehmigung. Sobald das Gerät fest mit der Hausinstallation verbunden wird, gelten andere Regeln, und der Elektrofachbetrieb übernimmt die Abstimmung mit dem Netzbetreiber.

Beim Lärm gilt das übliche Rücksichtnahmegebot der Nachbarschaft, insbesondere die Nachtruhe. Ein konventioneller Generator ist deutlich lauter als ein Inverter-Gerät. Wer in dichter Bebauung wohnt, sollte das vor dem Kauf einkalkulieren.

In einer Mietwohnung ohne eigenen Außenbereich ist ein Verbrennungsaggregat praktisch nicht sicher zu betreiben. Dort bleibt die Powerstation die realistische Lösung.

Anzeige
Powerstation, wenn kein Aufstellort im Freien vorhanden ist

Für Wohnungen, Etagenwohnungen und alle, die keinen sicheren Platz im Freien haben, ist ein Verbrennungsaggregat keine Option. Powerstations mit reinem Sinus-Wechselrichter und LiFePO4-Zellen decken Licht, Router, Kommunikation und zeitweise den Kühlschrank ab, ohne Abgase und ohne Kraftstofflager.

Anker SOLIX ansehen *
Anzeige
Powerstation mit großer Kapazität

Wer Kühlgeräte und Heizungspumpe über mehrere Stunden versorgen will, braucht Kapazität statt Spitzenleistung. Achte auf reinen Sinus, LiFePO4-Zellen und Solarpanel-Anschluss für längere Ausfälle.

EcoFlow ansehen *

Passend dazu: Bei einem längeren Ausfall ist Strom nur ein Teil des Problems. Trinkwasser findest du über die Notbrunnen-Karte und die Trinkwasserquellen in deiner Stadt.

Häufige Fragen

Wie viel kW sollte ein Notstromaggregat für ein Haus haben?
Für die Grundversorgung mit Kühlschrank, Gefriertruhe, Heizungspumpe und Licht reichen etwa 2 bis 3 kW Dauerleistung. Soll das ganze Einfamilienhaus pauschal versorgt werden, liegt der übliche Bereich bei 5 bis 10 kW. Entscheidend ist die Dauerleistung, nicht die auf der Verpackung genannte Spitzenleistung.
Kann ich ein Notstromaggregat einfach in die Steckdose stecken?
Nein. Ein beidseitig mit Steckern bestücktes Kabel in eine Haussteckdose zu stecken ist unzulässig und lebensgefährlich. Der Strom gelangt über den Hausanschluss ins öffentliche Netz und kann Mitarbeiter des Netzbetreibers gefährden, die die Leitung für spannungsfrei halten. Zulässig ist nur eine Umschalteinrichtung mit sicherer Netztrennung nach DIN VDE V 0100-551-2, eingebaut von einem eingetragenen Elektrofachbetrieb.
Darf ich ein Notstromaggregat in der Garage betreiben?
Nein. Verbrennungsmotoren erzeugen Kohlenmonoxid, das farb-, geruch- und geschmacklos ist. Garage, Keller, Carport, Schuppen und Hausflur sind tabu, auch bei geöffnetem Tor oder Fenster. Lüften und Ventilatoren reichen nachweislich nicht. Der Betrieb gehört ausschließlich ins Freie, und zwar so, dass die Abgase nicht über Fenster, Türen oder Lichtschächte ins Haus ziehen.
Wie viel Benzin darf ich zu Hause lagern?
Das ist Landesrecht und richtet sich nach der Garagen- beziehungsweise Sonderbauverordnung deines Bundeslandes. Üblich sind bis zu 20 Liter Benzin in einer Kleingarage bis 100 Quadratmeter, in der Wohnung etwa 1 Liter und im Keller etwa 20 Liter für den gesamten Kellerbereich. In Tiefgaragen ist die Lagerung außerhalb von Fahrzeugen grundsätzlich unzulässig. Erlaubt sind nur zugelassene Kraftstoffkanister. Im Zweifel fragst du bei der örtlichen Bauaufsicht oder Feuerwehr nach.
Warum zündet meine Gastherme am Notstromaggregat nicht?
Dafür gibt es zwei typische Ursachen. Erstens die Spannungsqualität: Die Flammenüberwachung wertet ein sehr kleines elektrisches Signal aus, das durch eine verzerrte Ausgangsspannung gestört werden kann. Konventionelle Generatoren erreichen Klirrfaktoren von 5 bis 25 Prozent, Inverter-Geräte liegen typischerweise unter 3 Prozent. Zweitens das Schutzkonzept: Mindestens ein großer Heizungshersteller verlangt für den Netzersatzbetrieb ein Aggregat mit geerdetem Sternpunkt, also ohne Schutztrennung. Kläre beides vor dem Kauf mit dem Heizungshersteller.
Brauche ich einen Erdspieß für mein Notstromaggregat?
Nicht pauschal. Viele kleine mobile Aggregate arbeiten mit Schutztrennung und sind bewusst nicht geerdet. Dort ist ein Erdspieß nicht erforderlich, ein nachgerüsteter FI-Schalter wirkt nicht, und eigenmächtiges Erden kann die Schutzwirkung sogar aufheben. Bei Geräten mit geerdetem Sternpunkt und FI sieht es anders aus. Maßgeblich ist immer die Betriebsanleitung deines Geräts, Ausführung und Prüfung gehören zur Elektrofachkraft.
Was ist der Unterschied zwischen Dauerleistung und Spitzenleistung?
Die Dauerleistung ist das, was das Gerät dauerhaft liefern kann. Die Spitzenleistung steht nur für Sekunden zur Verfügung und wird in Anzeigen häufig prominenter genannt. Der Unterschied liegt bei gängigen Inverter-Modellen bei rund 20 Prozent. Für die Auslegung zählt die Dauerleistung, plus Reserve für Anlaufströme: Geräte mit Elektromotor wie Kühlschrank oder Umwälzpumpe ziehen beim Anlauf ein Vielfaches ihrer Nennleistung, als Planungsregel gilt Faktor drei.

Notfall-Infrastruktur in deiner Stadt finden

Trinkwasserquellen, Notdienst-Apotheken, Krankenhäuser und Notbrunnen mit Karte für deine Stadt.