Krisenvorsorge-Info für Köln
Katastrophenschutz
Bei einem lang andauernden Stromausfall aktiviert die Stadt Köln im gesamten Stadtgebiet Katastrophenschutz-Leuchttürme. Sie befinden sich an Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr, an Standorten der Freiwilligen Feuerwehr und an Polizeiwachen. Dort können Notrufe abgesetzt werden, wenn 110 und 112 nicht mehr erreichbar sind, und kleine medizinische Versorgungen erfolgen. Außerdem gibt es Informationen, zum Beispiel zur Dauer der Lage, zu Hilfsangeboten, zu Trinkwasser- und Lebensmittelabgabestellen, zur Energiegewinnung und zur Selbsthilfe. Die Leuchttürme sind per Funk direkt mit der Leitstelle verbunden. Dauerhafte Betreuungs- und Aufenthaltsorte sind sie nicht. Eine interaktive Karte mit allen Standorten stellt die Stadt bereit.
Quelle: stadt-koeln.de (Katastrophenschutz-Leuchttürme, geprüft am 06.10.2026; Fragen und Antworten zum Thema Stromausfall; interaktive Karte KölnGIS)
KatastrophenschutzplanSirenen
Überwiegend elektronische Sirenen. Sirenen 1-3, 5 und 6 sind pneumatische Sirenen, Sirene 83 ist eine mechanische Sirene, alle übrigen sind elektronisch.
Notstrom-Tankstellen
Für Köln liegen keine öffentlichen Daten zu notstromfähigen Tankstellen vor. Das bundesweite Forschungsprojekt TankNotStrom der Berliner Feuerwehr hat gezeigt, dass die meisten Tankstellen in Deutschland bei Stromausfall nicht betriebsfähig sind, da die Zapfsäulen elektrisch betrieben werden. Köln hat kein eigenes kommunales Notstrom-Tankstellen-Programm veröffentlicht. Im Krisenfall wäre die Kraftstoffversorgung für Rettungsdienste, Krankenhäuser und kritische Infrastruktur eine der größten Herausforderungen.
Amateurfunk
Trinkwasser-Notversorgung
Laut Stadt Köln werden die Trinkwassernotbrunnen regelmäßig gewartet und falls nötig instandgesetzt. Die Neukonzeptionierung der Wassersicherstellung ist laut Stadt bereits angelaufen (Stand März 2026), eingebunden ist unter anderem die RheinEnergie.
Bundesweit hält der Bund im Rahmen der Wassersicherstellung 5.277 Brunnen vor, davon 709 in Nordrhein-Westfalen (BBK, Stand 20.03.2025).
Die öffentlichen Trinkwasserbrunnen in Köln sind keine Notbrunnen. Laut Stadt sind es 15 Trinkwasserbrunnen und ein Zierbrunnen mit Trinkwasser. Sie hängen an der Wasserleitung, die Trinkwasserbrunnen stehen nur von April bis Oktober.
Eine öffentliche Karte der Notbrunnen gibt es nicht. In OpenStreetMap ist in Köln kein Trinkwassernotbrunnen erfasst (geprüft am 06.10.2026).
Im Ernstfall
- Die Ausgabestellen gibt die Stadt erst im Ereignisfall bekannt. Im Krisenfall informiert sie unter anderem über Radio Köln, die Warn-App NINA und das Gefahrentelefon 0800 2210001. Die Katastrophenschutz-Leuchttürme geben Auskunft über Trinkwasser- und Lebensmittelabgabestellen.
- Das Wasser wird an Zapfstellen in mitgebrachte Behälter abgegeben. Kanister oder Eimer bereithalten.
- Vorgesehen sind in der Regel 15 Liter je Person und Tag.
- Ob und mit welchen Auflagen das Wasser verwendet werden darf, entscheidet das Gesundheitsamt. Hinweise an der Ausgabestelle beachten.
- Für den eigenen Vorrat empfiehlt das BBK 2 Liter je Person und Tag für möglichst 10 Tage.
Quellen
- Stadt Köln: Antwort zu Notbrunnen, Vorlage 0253/2026, 29. Jan. 2026
- Stadt Köln: Struktur der Krisenvorsorge, Mitteilung 0821/2026, 25. Mär. 2026
- Stadt Köln: Informationen im Krisenfall
- BBK: Wassersicherstellung
- BBK: Broschüre Wassersicherstellung (PDF), März 2024
- Erste Wassersicherstellungsverordnung, § 2
- BBK-Antwort zur Zahl der Notbrunnen (FragDenStaat), 20. Mär. 2025
- Stadt Köln: Trinkwasserbrunnen in Köln
- Stadt Köln: FAQ Trinkwasserbrunnen (PDF)
Angaben geprüft am 6. Okt. 2026.
Warn-Infrastruktur
Köln nutzt einen besonders breiten Warnkanal-Mix. Neben den klassischen Kanälen (Sirenen, NINA, Cell Broadcast, Rundfunk) werden auch die digitalen Fahrgastanzeigen der KVB an Stadtbahnhaltestellen sowie ca. 130 private Werbedisplays im Stadtgebiet für Warnmeldungen genutzt. Seit dem 25. November 2025 werden über Cell Broadcast auch Entwarnungen versendet. Die Feuerwehr Köln koordiniert die Auslösung aller Warnmittel und prüft deren Funktion. Bei einem Blackout werden zusätzlich die Katastrophenschutz-Leuchttürme an Feuerwachen und Polizeiwachen aktiviert. Der bundesweite Warntag findet jährlich am zweiten Donnerstag im September statt, zuletzt am 10. September 2026.
Bekannte Standorte
Testzentrum an der Ahorn Apotheke
Das Corona-Testzentrum ist bis auf Weiteres geschlossen.

